Tipps und Hilfe im Notfall

erhalten Sie in den links aufgeführten regionalen Stationen.

Liebe Eichhörnchenfinder,

 

vielen Dank für Ihre Bereitschaft, zu helfen. Falls Sie ein Eichhörnchen-Baby oder ein verletztes älteres Tier gefunden haben, bitten wir Sie um Folgendes:

 

Klicken Sie auf eine der links stehenden, in Ihrer Nähe befindlichen Stationen und rufen Sie diese an. Sollte dort besetzt oder niemand erreichbar sein, wählen Sie einen der anderen Orte, wir vermitteln auch weiter.

 

Bitte rufen Sie uns möglichst schon vom Fundort aus an, wenn Sie in Sichtweite des Tieres sind. Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung, ob das Tier in eine Päppelstation aufgenommen werden muss oder ev. eine Rückführung direkt vor Ort versucht werden kann. Dies hilft uns gegen die Überlastung in den Päppelstellen anzukämpfen. Es wäre schade, wenn wir Tiere aufnehmen würden, die ev. die Mutter zurück nimmt und dafür Tiere nicht aufnehmen können, weil unsere Kapazitäten erschöpft sind, die aber dringend unsere Hilfe benötigen! Danke!

Findelkind

In der Zwischenzeit:

 

Im Gegensatz zu Rehkitzen schadet das Anfassen der Tiere nicht, eine Rückführung zur Mutter ist danach immer noch möglich. Fühlen Sie die Temperatur der Tiere mit Ihrer Hand.

 

Die Tiere müssen wärmer sein als Ihre eigene Hand, ansonsten ist eine Wärmequelle von Nöten, z.B. eine Wärmflasche oder mit heißem Wasser gefüllte PET-Flasche (natürlich nicht zu heiß), die Sie am besten unter eine Fleecedecke legen. Die Tiere darauf legen und mit einem Teil dieser Decke oder einer kleinen zusätzlichen Decke zugedecken.

5 Tage altes Hörnchen

Ist das Tier bereits komplett "befellt", hat die Augen geöffnet und krabbelt umher, können Sie ihm eine kleine Schale mit Wasser (möglichst flach z.B. Untertasse, keine Kuhmilch!!!), Walnusskerne, Pinienkerne, Zwieback und Butterkeks (ohne Schokolade!!!) anbieten. Ist das Tier kleiner, ohne Fell, Augen geschlossen, bitte nur wärmen wie oben beschrieben und umgehend eine Päppelstation anrufen. Nicht füttern! 

 

Im Internet gibt es viele "Anleitungen", wie Eichhörnchen gepäppelt werden können, bitte bedenken Sie aber:

 

  • für die Aufzucht wird spezielle Milch benötigt 
  • Spritzen, Sauger etc. sind nicht vorhanden und müssten Sie erst beschaffen
  • Handhabung des Fütterns erfordert leider Erfahrung und sollte "erlernt" werden
  • Krankheiten und Parasitenbefall müssen "erkannt" und ggfs. behandelt werden (z.B. Flohmittel für Haustiere sind tödlich!)
  • Eichhörnchen sind Einzelgänger, benötigen aber für ihre Entwicklung unbedingt gleichaltrige Hörnchen, um spielerisch die Fähigkeiten erlernen zu können, die sie im Erwachsenenleben benötigen; deshalb solten immer mehrere Eichhörnchen zusammen aufgezogen werden.
  • mit spätestens 6 Wochen sind die Hörnchen agil, nagen alles an und nehmen auch keine Rücksicht auf Hände, Möbel, Blumen -die giftig sein könnten - etc.
  • Je älter sie werden um so mehr benötigen sie "Auslauf", d.h. sie müssen die Möglichkeit haben zu klettern, zu springen und zu laufen; eine Käfighaltung schränkt sie in ihrer motorischen Entwicklung sehr ein!
  • Eichhörnchen sollten nur über eine Auswilderungsvoliere in die Freiheit entlassen werden, damit sie sich auf die Außenwelt vorbereiten können. 

 

Deshalb unsere Bitte:

Melden Sie sich bei uns, wenn Sie ein kleines Eichhörnchen gefunden haben und zwar schon direkt vom Fundort aus. Wir beteiligen Sie gerne bei dem Aufwachs- und Auswilderungsweg der Eichhörnchen, aber starten Sie keine Selbstversuche. 

 

Und vielen, vielen Dank, dass Sie nicht weggesehen haben!

 

Da die Eichhörnchen nicht nur Zeit und Zuwendung benötigen, sondern auch ein kleines Vermögen kosten, freuen sie sich über Nußspenden genauso wie über Ihre finanzielle Unterstützung. Wenn Sie helfen möchten, immer gern. Bitte nehmen Sie dann direkt mit der Station in Ihrer Nähe Kontakt auf, dort erfahren Sie, wie Sie die ehrenamtlichen Helfer unterstützen können. Vielen Dank!

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